Options-Glossar

Stand: 15. April 2026

Dieses Options-Glossar ist für Einsteiger geschrieben. Es erklärt zentrale Short-Put-Begriffe in einfacher Sprache für bessere Entscheidungen.

Was dir dieses Glossar bringt

  • Klare Definitionen ohne unnötigen Fachjargon.
  • Praktische Einordnung: warum der Begriff für Risiko und Ausführung relevant ist.
  • Einheitliche Begriffswelt für Screener, Analyzer Engine und Portfolio Planner.

So nutzt du diese Seite bei Entscheidungen

  • Wenn ein Begriff im Produkt auftaucht, hier kurz abgleichen.
  • Relativ lesen (höher/niedriger, enger/weiter), nicht mit fixen Zielzahlen arbeiten.
  • Begriffe nutzen, um zwei Setups sauber zu vergleichen statt nur eine Prämie zu rechtfertigen.

Häufige Options-Abkürzungen

Diese Abkürzungen tauchen im Options-Workflow am häufigsten auf.

AbkürzungBedeutungPraktische Nutzung
DTEDays To ExpirationZeigt die verbleibende Laufzeit des Kontrakts.
BEBreak-evenKursniveau, bei dem das Ergebnis der Position ungefähr bei null liegt.
OIOpen InterestZeigt offene Kontrakte und hilft bei der Einschätzung der Markttiefe.
MWFMonday/Wednesday/Friday VerfallstageAktien mit zusätzlichen Montag- und Mittwoch-Verfällen neben dem regulären Freitag.

Kernbegriffe und praktische Einordnung

Cash-Secured Put

Definition: Verkauf eines Put-Kontrakts mit ausreichender Cash-Reserve, um bei Einbuchung 100 Aktien zum Strike zu kaufen.

Warum relevant: Das ist eine Einstiegsstrategie mit Einkommen, nicht nur ein Prämien-Trade.

Wie lesen: Nur auf Aktien nutzen, die du nach Einbuchung auch halten willst.

Delta (absolut)

Definition: Optionskennzahl als praktische Näherung für Strike-Nähe und Einbuchungswahrscheinlichkeit.

Warum relevant: Hilft beim Vergleich des Wahrscheinlichkeits- und Risikoprofils zwischen Kontrakten.

Wie lesen: Niedrigeres absolutes Delta ist meist konservativer; höheres Delta meist riskanter mit mehr Prämie.

BE Abstand

Definition: Distanz zwischen aktuellem Kurs und Break-even-Niveau.

Warum relevant: Zeigt den Downside-Puffer durch die Prämie vor dem Break-even.

Wie lesen: Höherer BE Abstand bedeutet meist mehr Risikopuffer.

Liquidity Warning

Definition: Signal, dass Spread-, Volumen- oder Open-Interest-Qualität schwächer ist.

Warum relevant: Schwache Liquidität kann schlechtere Fills und höhere Slippage verursachen.

Wie lesen: Für konsistente Ausführung Setups ohne Liquidity Warning bevorzugen.

Spread

Definition: Differenz zwischen Bid- und Ask-Preis in der Optionsnotierung.

Warum relevant: Ein weiter Spread erhöht oft Ausführungskosten und Unsicherheit.

Wie lesen: Engerer Spread ist in der Regel ausführungsfreundlicher.

Zyklus (MWF / Weekly / Monthly)

Definition: Verfallsrhythmus für Shortlist und Vergleich.

Warum relevant: Zufälliges Mischen verschiedener Zyklen reduziert die Vergleichbarkeit.

Wie lesen: Zyklus und DTE-Fenster möglichst konstant halten.

Kapitalbedarf

Definition: Geschätztes Kapital pro Kontrakt im gewählten Modell.

Warum relevant: Steuert Positionsgrösse und Konzentrationsrisiko vor Ausführung.

Wie lesen: Niedriger Kapitalbedarf je Setup unterstützt breitere Diversifikation.

Prämie pro Kontrakt

Definition: Eingenommene Prämie beim Verkauf eines Kontrakts.

Warum relevant: Direkte Einnahme, aber kein vollständiges Qualitäts- oder Risikosignal.

Wie lesen: Nie isoliert nach Prämie ranken, immer mit Delta, BE Abstand und Liquidität lesen.

Häufige Verwechslungen vermeiden

  • Mehr Prämie bedeutet nicht automatisch bessere Setup-Qualität.
  • Niedrigeres Delta ersetzt keinen BE- und Liquiditätscheck.
  • Kein Warning-Signal bedeutet nicht kein Risiko.
  • Gute Einzelkontrakt-Werte können trotzdem ein schlechter Portfolio-Trade sein, wenn die Konzentration zu hoch wird.