Options-Glossar
Dieses Options-Glossar ist für Einsteiger geschrieben. Es erklärt zentrale Short-Put-Begriffe in einfacher Sprache für bessere Entscheidungen.
Was dir dieses Glossar bringt
- Klare Definitionen ohne unnötigen Fachjargon.
- Praktische Einordnung: warum der Begriff für Risiko und Ausführung relevant ist.
- Einheitliche Begriffswelt für Screener, Analyzer Engine und Portfolio Planner.
So nutzt du diese Seite bei Entscheidungen
- Wenn ein Begriff im Produkt auftaucht, hier kurz abgleichen.
- Relativ lesen (höher/niedriger, enger/weiter), nicht mit fixen Zielzahlen arbeiten.
- Begriffe nutzen, um zwei Setups sauber zu vergleichen statt nur eine Prämie zu rechtfertigen.
Häufige Options-Abkürzungen
Diese Abkürzungen tauchen im Options-Workflow am häufigsten auf.
| Abkürzung | Bedeutung | Praktische Nutzung |
|---|---|---|
| DTE | Days To Expiration | Zeigt die verbleibende Laufzeit des Kontrakts. |
| BE | Break-even | Kursniveau, bei dem das Ergebnis der Position ungefähr bei null liegt. |
| OI | Open Interest | Zeigt offene Kontrakte und hilft bei der Einschätzung der Markttiefe. |
| MWF | Monday/Wednesday/Friday Verfallstage | Aktien mit zusätzlichen Montag- und Mittwoch-Verfällen neben dem regulären Freitag. |
Kernbegriffe und praktische Einordnung
Definition: Verkauf eines Put-Kontrakts mit ausreichender Cash-Reserve, um bei Einbuchung 100 Aktien zum Strike zu kaufen.
Warum relevant: Das ist eine Einstiegsstrategie mit Einkommen, nicht nur ein Prämien-Trade.
Wie lesen: Nur auf Aktien nutzen, die du nach Einbuchung auch halten willst.
Definition: Optionskennzahl als praktische Näherung für Strike-Nähe und Einbuchungswahrscheinlichkeit.
Warum relevant: Hilft beim Vergleich des Wahrscheinlichkeits- und Risikoprofils zwischen Kontrakten.
Wie lesen: Niedrigeres absolutes Delta ist meist konservativer; höheres Delta meist riskanter mit mehr Prämie.
Definition: Distanz zwischen aktuellem Kurs und Break-even-Niveau.
Warum relevant: Zeigt den Downside-Puffer durch die Prämie vor dem Break-even.
Wie lesen: Höherer BE Abstand bedeutet meist mehr Risikopuffer.
Definition: Signal, dass Spread-, Volumen- oder Open-Interest-Qualität schwächer ist.
Warum relevant: Schwache Liquidität kann schlechtere Fills und höhere Slippage verursachen.
Wie lesen: Für konsistente Ausführung Setups ohne Liquidity Warning bevorzugen.
Definition: Differenz zwischen Bid- und Ask-Preis in der Optionsnotierung.
Warum relevant: Ein weiter Spread erhöht oft Ausführungskosten und Unsicherheit.
Wie lesen: Engerer Spread ist in der Regel ausführungsfreundlicher.
Definition: Verfallsrhythmus für Shortlist und Vergleich.
Warum relevant: Zufälliges Mischen verschiedener Zyklen reduziert die Vergleichbarkeit.
Wie lesen: Zyklus und DTE-Fenster möglichst konstant halten.
Definition: Geschätztes Kapital pro Kontrakt im gewählten Modell.
Warum relevant: Steuert Positionsgrösse und Konzentrationsrisiko vor Ausführung.
Wie lesen: Niedriger Kapitalbedarf je Setup unterstützt breitere Diversifikation.
Definition: Eingenommene Prämie beim Verkauf eines Kontrakts.
Warum relevant: Direkte Einnahme, aber kein vollständiges Qualitäts- oder Risikosignal.
Wie lesen: Nie isoliert nach Prämie ranken, immer mit Delta, BE Abstand und Liquidität lesen.
Häufige Verwechslungen vermeiden
- Mehr Prämie bedeutet nicht automatisch bessere Setup-Qualität.
- Niedrigeres Delta ersetzt keinen BE- und Liquiditätscheck.
- Kein Warning-Signal bedeutet nicht kein Risiko.
- Gute Einzelkontrakt-Werte können trotzdem ein schlechter Portfolio-Trade sein, wenn die Konzentration zu hoch wird.